• Papi

Vorwort: Aller Anfang ist schwer

Deswegen schreibe ich als Papi von Jamie den ersten Beitrag. Viele mögen vielleicht denken "Was die stellen ja ihr Kind voll öffentlich aus im Internet". Ja das mag sein. Aber uns und Jamie liegt es am Herzen zu schreiben warum. Als bei Jamie völlig unerwartet mit knapp 3 Jahren ein riesen grosser Hirntumor entdeckt worden ist, brach für uns drei eine Welt zusammen. Wir waren echt am Boden zerstört und völlig hilflos, wie es nun weitergehen würde. Und meine Frau Sybille war zu diesem Zeitpunkt im 6. Monat mit Dylan schwanger!

Jamie wurde sofort auf die Intensivstation verlegt und am nächsten Tag notoperiert. Die 8-stündige Operation verlief sehr gut. Leider konnte aber nicht ganz alles von dem gutartigen Tumor entfernt werden. In den nächsten Monaten wurde regelmässig ein MRI erstellt und leider wuchs der Tumor weiter. Bei einer zweiten Operation konnte wieder ein grösserer Teil, aber leider nicht alles entfernt werden. Zu gross wäre das Risiko gewesen, wichtige Nerven zu beschädigen. Die Hoffnung war gross, das der restliche Tumor absterben würde, was leider nicht geschehen ist. Er wuchs wieder weiter, was eine 85-wöchige Chemotherapie zur Folge hatte. Ja genau, 85 WOCHEN!!! Es war eine sehr spezielle Zeit für uns. Viele Hochs und Tiefs begleiteten uns, aber wir waren sicher, auch das zu überstehen. Schliesslich schätzten wir unseren Jamie und dass er überhaupt noch lebt. Jamie selbst meisterte diese Zeit unglaublich gut und war stets sehr tapfer. Dank dem wundervollen Personal im Kispi Zürich überstanden wir auch diese Phase unseres Lebens gut.

Das ist nun schon eine Weile her und Jamie hat sich prima entwickelt. Auch wenn die Operationen nicht ganz spurlos an ihm vorbeigegangen sind, können wir uns trotzdem alle glücklich schätzen.



Schon immer war Jamie ein begeisterter Künstler und eher auf der kreativen Ebene tätig:-) So entdeckte er auch mit ca. 4-5 Jahren die Malerei als seine kindliche Leidenschaft. Mit seinen Bildern wollte Jamie schon immer anderen eine Freude machen. Je älter Jamie nun geworden ist, desto mehr wuchs sein Wunsch, seine Bilder zu verkaufen. Nicht etwas um Profit zu machen, sondern um etwas Gutes zu tun. Wir beschlossen seinem Wunsch nachzukommen und diese Website einzurichten. Die Bedingung hierfür war, dass Jamie 50% aller Einnahmen für einen guten Zweck spendet. Wir haben uns gemeinsam für das Kinderspital Zürich entschieden. Denn wir haben als Familie erlebt, wie wertvoll deren Arbeit ist und wie wichtig die Nähe der Eltern zum kranken Kind ist. Obschon noch nicht ganz alles durchgestanden ist und der Tumor momentan immer noch schlafend/abgestorben vorhanden ist, ist es Zeit geworden etwas zurück zu geben.




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